- Eine aktuelle Arbeit von Jenny Bulstrode, Dozentin für Wissenschaft und Technologie am UCL, behauptet, dass Henry Cort, eine Schlüsselfigur der Industriellen Revolution, seine Innovationen von schwarzen Sklaven in Jamaika gestohlen habe.
- Bulstrodes Arbeit wurde von Fachkollegen weithin gelobt und auch in großen Medien aufgegriffen.
- Anton Howes und Oliver Jelf, Experten für Innovationsgeschichte, widersprachen jedoch der zentralen These von Bulstrodes Arbeit und verwiesen auf mangelnde Belege.
- Dieser Artikel legt nahe, dass Bulstrodes Arbeit von ihren Kollegen akzeptiert wurde, weil sie zu einer populären historischen Erzählung passt, wonach der wirtschaftliche Erfolg Großbritanniens und des Westens größtenteils auf der Ausbeutung schwarzer Kreativität und Ideen beruht.
- Der Autor argumentiert, dass Historiker Erzählungen und Geschichten gegenüber deutlich skeptischer sein sollten. Sie können die Realität verzerren und zu falschen Schlussfolgerungen führen.
- Der Autor führt Bulstrodes Arbeit außerdem als Beispiel dafür an, wie die Geschichtswissenschaft zunehmend von dem Wunsch beeinflusst wird, dramatische Geschichten zu erzählen, die Aufmerksamkeit erzeugen und Wirkung entfalten.
- Der Artikel warnt Leser davor, Erzählungen und Geschichten mit Skepsis zu begegnen, insbesondere solchen, die sich allzu nahtlos in bereits bestehende Überzeugungen oder Ideologien einfügen.
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